Über Geschmack lässt sich nicht streiten, Kinder!

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, Kinder!

Was uns an einem Buch gefällt oder nicht, hängt von unserem individuellen Empfinden ab. Die Helden und Bösewichte, die wir aus den Lieblingsbüchern unserer Kindertage kennen, begleiten uns oft ein Leben lang. So gehören nicht nur reelle Erlebnisse, sondern gerade auch imaginäre Abenteuer zu unseren schönsten Kindheitserinnerungen. Als Eltern möchten wir diese Fantasiewelten an unsere Kinder weitergeben. Zeitlose Klassiker wie Benjamin Blümchen, Heidi und die zahlreichen liebgewonnenen Figuren aus der Feder von Astrid Lindgren buhlen neben neuen Persönlichkeiten wie dem Grüffelo, dem kleinen Drachen Kokosnuss, Conni und Laura um die Gunst der Kinder von heute.

Eine Hauptfigur mit Vorbildcharakter

reading in bedDabei haben alle guten Geschichten eines gemeinsam: einen starker Hauptcharakter, mit dem sich die Kinder identifizieren können. Die Gründe, weshalb dieser so oder anders handelt, sollten für die Kinder stets nachvollziehbar sein, ebenso das Verhalten seiner Neben- und Gegenspieler. Beim Vorlesen sollte man seine Kinder darum auch immer mal wieder fragen, ob es das Gehörte verstanden hat und nicht oder falsch Verstandenes erklären. Das heißt aber nicht, dass die Geschichte nur von Dingen handeln darf, die in der Realität tatsächlich möglich wären – man denke nur an Pippi Langstrumpf. Allerdings erleichtern aus dem Alltag bekannte Dinge gerade für junge Leser das Verständnis der vorgelesenen Geschichte.

Hinweise, eine Kindergeschichte solle einfach geschrieben sein, d.h. sich in Wortwahl und Satzbau ihrer Leserschaft anpassen, sind dabei nur insofern richtig, als dass manche Sachverhalte für Kinder erst ab einem bestimmten Alter nachvollziehbar sind. Grundsätzlich ist der Inhalt wichtiger als der Schreibstil. Die imaginäre Auseinandersetzung mit Hindernissen und Problemen zum Beispiel kann Lösungsmodelle für die Realität aufzeigen. Es macht daher Sinn, nicht immer nur eine heile Welt zu beschreiben, sondern sich auch einmal an sensiblere Themen heran zu wagen.

Gute Geschichten sollen uns also Spaß und neue Freunde bringen; sie sollen uns in fremde Welten entführen und uns gleichzeitig für unsere eigene Welt stark machen. Für welchen Helden sich Eure Kinder auch entscheiden, denkt immer daran: Über Geschmack lässt sich nicht streiten.


Bildnachweise:
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