Frohes neues Jahr?

Frohes neues Jahr?

Zum Jahresanfang ist es jedes Jahr dasselbe: Gerade noch döst man in der wohligen Wärme und Ruhe der vergangenen Feiertage und hat noch gar keine rechte Lust darauf, sich schon auf das neue Jahr einzulassen, da tauchen sie wieder auf – Kinder in kleinen Gruppen mit drei bis vier Mitgliedern, die in fernöstlich anmutende Gewänder gekleidet sind und einen Stab, an dessen Spitze ein Stern aufgesteckt ist, bei sich tragen: die Sternsinger!

Rund um den 6. Januar, den christlichen Feiertag der Heiligen Drei Könige, ziehen die Kinder von Haus zu Haus, sagen Sprüche auf oder singen Lieder und zeichnen mit Kreide den Segensspruch „Christus Mansionem Benedicat“ (übersetzt: Christus segne dieses Haus) über die Hauseingangstüren. Der Hauseigentümer bedankt sich im Gegenzug bei ihnen mit kleinen Spenden wie Süßigkeiten, Obst oder Geld.

Dass das Dreikönigsfest noch zu Weihnachten gehört, ist Vielen dabei gar nicht (mehr) bewusst. Sein Ursprung liegt in der Ankunft der drei Weisen aus dem Morgenland an der Krippe des neugeborenen Christkindes. Diesen war ein heller Stern, der „Stern von Bethlehem“ erschienen, dem sie durch die Wüste gefolgt waren und der sie so zu einem „neuen König“ geführt hatte. Zwar sind die entsprechenden Figuren in den meisten Krippen in heimischen Wohnzimmern vorhanden, doch gerät sie nach Weihnachten genauso schnell in Vergessenheit wie das Fest gekommen ist. Da müssen immerhin herausragende Silvesterabende und Neujahrsfeiern organisiert, Sorgen, Wünsche und Hoffnungen für das neue Jahr mental sortiert und gute Vorsätze aufgestellt werden.

Richtig gute Vorsätze

Weniger rauchen, gesünder ernähren, öfter mal bei Mutti anrufen, mehr mit den Kindern spielen, weniger fernsehen und und und… Hoch motiviert starten wir ins neue Jahr!

Die ersten Wochen läuft es vielleicht sogar noch nach Plan und wir glauben, dass wir es dieses Mal wirklich schaffen, unsere Vorsätze umzusetzen. Viel zu schnell holt uns dann aber der Alltag wieder ein und es finden sich die altbekannten Gründe und Ausreden, diesen oder jenen Vorsatz heute doch noch einmal zu vernachlässigen. Spätestens im Dezember sind wir dann wieder gestresst und unzufrieden mit uns selbst, so dass wir die Weihnachtszeit herbeisehnen, um „endlich einmal auszuspannen“.

Wäre es nicht viel schöner, diese Ausgeglichenheit durch das ganze Jahr mitnehmen zu können? Wie wäre es denn einmal mit guten Vorsätzen, die uns nicht stressen?

Zum Beispiel uns selber einfach mal gut zu finden so wie wir sind, ohne große Verbesserungen vornehmen zu müssen; jeden Abend vor dem Einschlafen an eine gute Sache zu denken, die uns am Tag passiert oder gelungen ist; einfach mal einem Freund oder einer Freundin zu sagen, dass wir froh sind, dass sie Teil unseres Lebens sind.

Durch viele kleine positive Momente können wir für uns und unsere Liebsten ein Stück Weihnachten erhalten. Das geht ohne viel Aufwand und tut richtig gut.

Also dann, legt los!


Bildnachweise:
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https://www.flickr.com/photos/piculiar/8329274473

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